Blütenanbau im Keltenhof

Der Keltenhof

in Cuisine
Einige Kilometer südlich von Stuttgart in Filderstadt liegt der Keltenhof. Die fruchtbaren Lössböden der Hochebene bilden die ideale Grundlage für den Anbau von Gemüse. Darauf deutet auch die Bezeichnung Filder - wortverwandt mit Felder - hin. Hier pflanzen Gerhard Daumüller, der den Betrieb 1992 von seinem Vater übernahm, und seine Mitarbeiter vornehmlich Salatvariationen, Wildkräuter und essbare Blüten an, die auch in der Spitzengastronomie rege Verwendung finden...


Gerhard Daumüller, © Keltenhof Frischprodukte GmbH

Herr Daumüller, würden Sie sich und den Keltenhof kurz vorstellen? Woher stammt der Name? Welche Produkte führen Sie?
Als Agrartechniker und Meister im Gartenbau habe ich mich schon seit meiner Ausbildung dem Pflanzenbau verschrieben. Beruf gleich Leidenschaft ist mein Rezept für Erfolg.
Gemeinsam mit meiner Frau Angela habe ich 1996 den Keltenhof erbaut. „ Nachhaltiger Anbau von Salaten mit einem eigenen Vertrieb"  zu schaffen war unser Ziel. 
Der Name Keltenhof ist zustande gekommen als bei den Erdarbeiten für den Keltenhof damals mehrere alte menschliche Skelette entdeckt wurden und zwar von Vorfahren der Kelten.
Heute ist der Keltenhof als Partner der Topgastronomie sowie von Cateringunternehmen in Deutschland, Österreich und darüber hinaus bekannt für seine Spezialitäten im Salat und Kräuterbereich. Es  arbeiten beim Keltenhof über 50 Mitarbeiter die täglich eine Dienstleistung vom Saatgut bis zum küchenfertigen Produkt beim Gast auf den Teller bieten.
Zu unserem Sortiment gehören: Baby Leaf Salate, Micro Leaf, Wildkräuter, essbare Blüten, Spinat und verschiedene andere Salate.

Welchen Stellenwert haben in Ihrem Unternehmen Qualität und Frische? Wie gewährleisten Sie diese?
Qualität und Frische haben den höchsten Stellenwert bei uns. Direkt vom Feld auf den Teller geht nicht, deshalb sind wir täglich dran Ernte, Kühlung, Verarbeitung, Verpackung und Versand so perfekt wie möglich zu steuern um keine Einbußen an Frische für unsere Salate zu haben. Unser geschultes Personal und unser hoher Technisierungsgrad helfen uns dabei. „Just in time" ist hier die Devise!

Sie experimentieren auch viel mit alten Sorten. Wieso?
Seit ein paar Jahren haben wir die Wildkräuter für uns entdeckt. Die Natur hat eine Vielfalt von kulinarischen Highlights aus der Pflanzenwelt - man muss sie nur entdecken und verstehen. Sehr jung geerntet haben viele der Kräuter wie zum Beispiel Schafgarbe oder der kleine Wiesenknopf ein mildes schönes Aroma. Die Naturpflanzen die nicht auf Ertrag gezüchtet wurden sind auch viel gesünder und werthaltiger an Vitaminen und Mineralien.
Außerdem sind die alten Sorten oftmals sehr viel vitaler und trotzen den Wettereinflüssen besser als die kultivierten.

Wie gehen Sie im Keltenhof mit dem schwierigen Thema Schädlingsbekämpfung um?
Wir produzieren auf dem Keltenhof sehr ökologisch und verzichten bei den Kräutern und essbaren Blüten komplett auf den chemischen Pflanzenschutz. Stattdessen kommen im geschützten Anbau Nützlinge zum Einsatz und im Freiland verwenden wir Insektenschutznetze.
Im Spinat und Salatanbau wird nach den Richtlinien des integrierten Anbaus gearbeitet. Hier versuchen wir auch weitestgehend auf Chemie zu verzichten und wenn es sich nicht umgehen lässt werden bevorzugt nützlingsschonende Mittel verwendet.

Sie haben auch eine eigene Showküche? Was hat es damit auf sich?
Da wir sehr viel mit der Spitzengastronomie zusammen arbeiten, laden wir regelmäßig Kunden aus diesem Bereich zu uns auf den Hof ein. Nach der Besichtigung der Felder und der Produktionsanlagen testen wir gerne unsere Salat und Kräutervariationen in der Showküche. Bei diesen Events lernen wir und die Köche sehr viel über die Verwendung der Produkte. Es ist eben auch eine tolle Sache für die Profis wenn sie mal ohne Termindruck in einer Küche stehen und sich inspiriert durch gute Produkte ganz auf die Entwicklung von neuen Kompositionen einlassen können.

Etwas schräge Frage: Was machen Sie im Winter?
Eissalat produzieren… Natürlich nicht! Wir produzieren im Gewächshaus ganzjährig essbare Blüten und Oxalis. Unter Minitunnels wachsen auch im Winter die unempfindlichen Wildkräuter. Den Rest der Produkte bekommen wir von unseren langjährigen Partnern aus Portugal und Spanien, da dort ein Freilandanbau möglich ist.
 
Zum Abschluss unsere fast obligatorische Frage: Woran arbeiten Sie für die Zukunft?
Es macht mir nach wie vor riesigen Spaß neue Produkte anzubauen und marktreif zu machen.
Im Moment versuchen wir die Produkte auch für den anspruchsvollen Endverbraucher zugänglich zu machen. Sollte uns das gelingen, wird es uns bestimmt so schnell nicht langweilig.



© Keltenhof Frischprodukte GmbH

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